IT-Sicherheit
Microsoft 365 für KMU: 7 Sicherheitsmassnahmen, die Sie nicht aufschieben sollten
So schützen Unternehmen ihre Microsoft-365-Umgebung mit wenigen, aber wirkungsvollen Massnahmen.
Microsoft 365 ist für viele KMU ein zentraler Bestandteil des Arbeitsalltags. Wir zeigen sieben grundlegende Sicherheitsmassnahmen, mit denen Unternehmen Konten, Daten und Zugriffe besser schützen können.
Microsoft 365 ist in vielen Unternehmen längst mehr als nur Outlook und Word. E-Mails, Dateien, Teams, Benutzerkonten und teilweise ganze Geschäftsprozesse laufen über die Microsoft-Cloud. Genau deshalb sollte die Umgebung nicht einfach nur eingerichtet, sondern auch bewusst abgesichert werden. Die gute Nachricht: Für eine solide Grundsicherheit braucht es nicht zwingend eine komplizierte Enterprise-Infrastruktur. Bereits einige gezielte Massnahmen können einen grossen Unterschied machen.
1. Mehrstufige Authentifizierung aktivieren
Ein Passwort allein sollte heute nicht mehr ausreichen, um auf geschäftliche Microsoft-365-Konten zuzugreifen. Mit Multi-Faktor-Authentifizierung wird zusätzlich zum Passwort eine weitere Bestätigung verlangt – beispielsweise über Microsoft Authenticator. Dadurch wird es für Angreifer deutlich schwieriger, ein Konto nur mit einem gestohlenen oder erratenen Passwort zu übernehmen.
2. Administrator-Konten getrennt verwenden
Ein Konto mit weitreichenden Administratorrechten sollte nicht gleichzeitig für alltägliche Aufgaben wie E-Mail, Teams oder normales Arbeiten verwendet werden. Sinnvoll ist eine Trennung zwischen: persönlichem Benutzerkonto für den Arbeitsalltag separatem Administratorkonto für Verwaltungsaufgaben möglichst wenigen Benutzern mit hohen Berechtigungen Damit lässt sich das Risiko reduzieren, dass ein kompromittiertes Benutzerkonto sofort weitreichenden Zugriff auf die gesamte Umgebung ermöglicht.
3. Zugriffe gezielt steuern
Nicht jede Anmeldung ist gleich vertrauenswürdig. Mit modernen Zugriffsrichtlinien kann beispielsweise berücksichtigt werden: von welchem Gerät sich jemand anmeldet ob eine Mehrfaktor-Authentifizierung erfolgt ist ob das Gerät vom Unternehmen verwaltet wird aus welchem Kontext auf Unternehmensdaten zugegriffen wird So lässt sich der Zugriff besser an die tatsächlichen Sicherheitsanforderungen des Unternehmens anpassen.
4. Geräte zentral verwalten
Unternehmensdaten befinden sich nicht nur in der Cloud. Mitarbeitende greifen über Notebooks, Smartphones und andere Endgeräte darauf zu. Eine zentrale Geräteverwaltung hilft dabei, Sicherheitsvorgaben einheitlich umzusetzen. Dazu können unter anderem gehören: aktuelle Betriebssysteme Festplattenverschlüsselung Sicherheitsrichtlinien automatisierte Updates Verwaltung geschäftlicher Anwendungen definierte Anforderungen an Unternehmensgeräte Gerade bei mehreren Mitarbeitenden wird eine saubere Geräteverwaltung schnell wichtiger als die manuelle Konfiguration jedes einzelnen Computers.
5. Benutzerrechte regelmässig überprüfen
Mit der Zeit sammeln sich in vielen Microsoft-365-Umgebungen Berechtigungen an. Mitarbeitende wechseln Funktionen, Projekte enden oder externe Personen benötigen keinen Zugriff mehr. Deshalb sollten Unternehmen regelmässig überprüfen: Wer besitzt Administratorrechte? Welche Gruppenmitgliedschaften bestehen? Welche externen Benutzer haben Zugriff? Welche freigegebenen Dateien und Ordner existieren? Welche Konten werden nicht mehr benötigt? Das Prinzip sollte dabei einfach sein: Jeder Benutzer erhält die Rechte, die für seine Arbeit notwendig sind – aber nicht mehr.
6. Backups nicht vergessen
Microsoft 365 stellt eine sehr zuverlässige Cloud-Plattform bereit. Trotzdem sollte Verfügbarkeit nicht mit einem vollständigen unabhängigen Backup gleichgesetzt werden. Unternehmen sollten sich Gedanken darüber machen, wie wichtige Daten zusätzlich geschützt werden. Besonders relevant sind beispielsweise: Exchange-Postfächer SharePoint-Daten OneDrive-Daten Teams-bezogene Inhalte Eine geeignete Backup-Strategie kann zusätzliche Sicherheit bieten, wenn Daten versehentlich gelöscht, verändert oder durch einen Sicherheitsvorfall beeinträchtigt werden.
7. Sicherheit als laufenden Prozess betrachten
Eine Microsoft-365-Umgebung ist nach der Einrichtung nicht dauerhaft „fertig“. Neue Mitarbeitende kommen dazu, Geräte werden ersetzt, Berechtigungen ändern sich und neue Funktionen werden eingeführt. Deshalb sollten Unternehmen ihre Umgebung regelmässig überprüfen und dokumentieren. Eine gute Microsoft-365-Sicherheitsstrategie verbindet: Identitäten Geräte Berechtigungen Daten Updates Backup Monitoring Kleine Massnahmen können viel bewirken Gerade bei KMU sehen wir häufig, dass Microsoft 365 grundsätzlich gut funktioniert, die Sicherheitskonfiguration aber über die Jahre gewachsen ist und nie systematisch überprüft wurde. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Umgebung unsicher ist. Oft gibt es jedoch relativ einfache Möglichkeiten, sie übersichtlicher, kontrollierter und robuster aufzubauen. Malidoo unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Einrichtung und laufenden Betreuung von Microsoft 365, Entra ID, Intune und modernen Arbeitsplätzen. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre aktuelle Microsoft-365-Umgebung aufgestellt ist, können wir sie gemeinsam analysieren und sinnvolle nächste Schritte definieren.
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